… weiter blüht’s …

Es ist ja wirklich erstaunlich, aber die tropische Seerose, die ich auf den Namen *Violetta* getauft habe (bei mir heißen fast alle Pflanzen was), blüht immer noch. Die heimischen haben schon längst aufgegeben, die zeigen nur mehr Blattwerk, was aber auch sehr stimmungsvoll ist zwischen all den Wasserlinsen.

Violetta, die tropische Seerose

All together now – Ich bin eine Seerose – lasst mich hier rein !

Seerosenmeeting

Seerosenmeeting

Diese Sorte duftet auch. Das müßt ihr euch jetzt bitte dazu denken.

Heut gibt's Wasserlinsen an Seerose :-)

Ich liebe Seerosen, hab ich das Eigentlich schon erwähnt ?

Sylvia

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Das blüht mir noch alles

Kuckuck

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Für tmp

Komm schon, lass dich nicht so hängen, hm ? :roll:

Für dich

Am Klavier: Werner Tafel

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Quanten – Sushi

Es könnte alles auch völlig anders sein

Zutaten (für x Stück):
1 Dose Thunfisch
250 g Reiswaffeln
Zum Servieren: Senfkren, Sojasprossen, Ingwerkekse

Zubereitung:
Reiswaffeln auflegen, den Thunfisch gleichmäßig mit etwas Senfkren auf den Reiswaffeln verteilen; alles mit Sojasprossen garnieren; die Ingwerkekse adrett neben den belegten Reiswaffeln auf den Serviertellern positionieren

Ursprünglich hätten die Zutaten dieser Zutaten ein klassisches Sushi werden wollen.
Aus völlig unbekannter Ursache kam alles anders.
Das nennt man dann Quanten-Sushi.

FAQs:

Was ist Quanten-Sushi?
Quanten-Sushi ist ein Allgemeinrezept für nichts und alles was noch kleiner ist. Es kann sowohl zu einem erlesenen wie auch zu einem geschriebenen Genuss führen. Sollte einem das nicht genügen, kann man es auch zubereiten und verkosten oder es sich in die Nase stecken.

Wozu eignet sich Quanten-Sushi?
Quanten-Sushi eignet sich wunderbar als Reiseproviant. Man kann es essen, man kann es aber auch nur anstarren und darüber nachdenken, und nachher dann immer noch essen.

Gibt es etwas, wozu Quanten-Sushi gar nicht geeignet ist?
Erfahrungsgemäß eignet es sich nicht besonders gut als Haarpflegeprodukt.

Wann sollte man Quanten-Sushi vorzugsweise zu sich nehmen?
Im Grunde ist jeder beliebige Zeitpunkt geeignet. Auffällig ist, dass es zu einer vermehrten Aufnahme von Quanten-Sushi immer dann kommt, wenn etwas Undefinierbares in einem gräbt, wie ein Hündchen, dessen Knochen gerade von einem langhaarigen Flauschiteppich verschluckt wurde.

Wo kann man Quanten-Sushi zu sich nehmen?
Vorzugsweise am zuvor erwähnten Teppich, frei nach dem Motto ‚immer hübsch am Teppich bleiben’. Abseits des besagten Teppichs gilt dieses Motto natürlich nicht mehr. Sollte man der Versuchung nicht widerstehen können, den besagten Teppich zu verlassen, muss man darauf vorbereitet sein, dass das bis dato bekannte Universum einfach zerfallen könnte. Letzteres muss einem aber nicht allzu viel Sorge bereiten, weil man es möglicherweise gar nicht bemerkt.

Wie kann man Quanten-Sushi zu sich nehmen?
So.

Wie-so?
Nur so.

Gibt es eine fachgerechte Verzehrmethode für Quanten-Sushi?
Die Körperstellung ist für den Verzehr von Quanten-Sushi irrelevant. Wesentliche Schritte zur Aufnahme von Quanten-Sushi wären wie folgt: Mund öffnen, reinbeißen, sich über den eigenwilligen Geschmack wundern, schlucken, verdauen und parallel zu letzterem entweder die bereits genannten Schritten wiederholen oder es doch lieber wieder eine Weile anstarren und darüber nachdenken. Essen kann man es ja immer noch.

Weiß man Näheres zum Nährwert von Quanten-Sushi?
Laut nie erfolgter Untersuchung soll der Nährwert von Quanten-Sushi unermesslich sein.

Ist Quanten-Sushi für bestimmte Leute besonders gut verträglich?
Quanten-Sushi eignet sich für niemanden sowie alle anderen.

Handelt es sich bei Anhängern von Quanten-Sushi um einen eingeschworenen Kreis von Küchenkastlphilosophen?
Diese Vermutung soll angeblich von diversen Dampfplauderern, Kochlöffelakademikern, Weicheiern, hart gesottenen Besserwissern sowie Armleuchtern samt Erleuchteten geäußert worden sein. Viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass es sich dabei um die Theorie einer berüchtigten Karottenschnitzer Community handelt, also denjenigen, die sich insgeheim selber rund ums Küchenkastl scharren. Zu dieser Behauptung gibt es vielerlei Theorien, keinerlei Beweise und auch sonst nicht viel.

Was passiert, wenn man eine Überdosis Quanten-Sushi zu sich nimmt?
Nichts.

Kann der Verzehr von Quanten-Sushi zu Verdauungsproblemen führen?
Das ist zwar möglich, könnte aber auch völlig anders sein.

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Sprache halt – wessen Sprache ?

Guten Morgen !

Gestern hab ich ein Packerl bekommen. Von Claudia. Aber ich hab’s noch nicht aufgemacht, das heb ich mir für heute Abend auf.

Und weil ich weiß, dass die Sprache für Claudia – wie für viele andere Menschen natürlich auch – einer der Angelpunkte ist, um den ihre Welt sich dreht, hab ich heute eine Passage aus einem Programm ausgewählt, in der Gunkl mal so richtig, ….

… aber lest vielleicht selbst.

Kaffee und Tee nicht nur für den zweiten oder dritten Fall, sondern schlichtweg für alle Fälle stehen für euch bereit.

Man liest sich,
Sylvia

GRUNDSÄTZLICHE BETRACHTUNGEN

– anschaulich gemacht an kuriosen Einzelleistungen der Tücke des Alltags,
was als Programmtitel vermutlich ein bißchen zu lang ist, zumal darin eine, sei´n wir ´mal ehrlich, sehr unelegante Genitivkette enthalten ist.

Ich möchte nämlich eingangs erwähntes Unterfangen, mich mit Sprache zu befassen, ins Rennen um Ihre geschätzte Gunst werfen. Ich habe zur Sprache nämlich ein eigenes Verhältnis, eines nämlich, das man in medizinischen Fachzeitschriften vermutlich als manisch bezeichnen würde, aber das haben Sie vielleicht schon selbst heraus gefunden.

Und es gibt eine Reihe von Wörtern, zu denen habe ich mehr als ein Verhältnis, es gibt eine Reihe von Wörtern, zu denen habe ich eine Beziehung, eine reife, erwachsene Art von Beziehung, die auf Achtung und Respekt beruht, also nicht so eine Art von Beziehung, wie Sie aus gemeinsam bestrittenen Kämpfen hervorgeht, so eine Veteranenkumanei – “dem haben wir´s aber gegeben!”- Diese Wörter sind nicht Schwert und Schild in meinen rhetorischen Auseinandersetzungen, dafür sind sie mir zu schade und zu wichtig und auch zu wertvoll; Diese Wörter benütze ich nicht so einfach, wie man ein Nylonsackerl benützt, um etwas zu transportieren, weil es als Form eben gut genug ist, nein, diese Wörter lade ich förmlich ein, im Reigen meiner bescheidenen Formulierkunst eine ihrem semantischen Gehalt gemäße Stelle zu beziehen. Und Sie werden mir nachsehen, wenn ich jetzt keines dieser Wörter hier aus dem Tempel seiner Bedeutung hervorzerre, und hier vorführe wie einen zweiköpfigen Hund, es muß genügen, wenn Sie wissen, daß ich diese Beziehung zu diesen Wörtern eben habe.

Andere Wörter mag ich ganz einfach, ohne, daß daraus eine hochdramatische Herzensbindung erwüchse; die mag ich einfach so. Das Wort “Absichtserklärung” ist so ein Wort. dieses Wort bedeutet zwar nichts großartiges, aber niemand kann dieses Wort mit irgendwelchen Kunstgriffen aushebeln, woanders hinstellen, und es heißt dann was anderes. “Absichtserklärung” heißt immer und in jedem Zusammenhang “Absichtserklärung”, und niemand wird darüber einen Streit beginnen, wie dieses Wort zu verstehen ist. Das ist ein Vorzug, den andere Wörter eingebüßt haben.”Freiheit” ist so ein Wort. Nicht, daß die Freiheit keine feine Sache wäre, aber so sensible Begriffe muß man von Zeit zu Zeit überprüfen, ob sie noch dort stehen, wo man sie kennengelernt hat, und ob sie noch das heißen, was mit ihnen sagen will, sonst kann es passieren, daß eine politische Partei die Freiheit im Namen führt, und was sie eigentlich meint, ist “ausländerfrei”.

Eines noch liegt mir am Herzen, und das ist der Genitiv. Der tut mir ja leid. Genitiv. Ist bekannt? Der zweite Fall oder auch der besitzanzeigende Fall. – der Mundgeruch meines Nachbarn, es haben zwar alle ´was davon, aber grammatikalisch ist es seiner.- Mit dem Genitiv lassen sich nicht nur Besitzverhältnisse beschreiben, sondern auch wunderbare Genitivkonstruktionen erstellen. Sollten Sie einer solchen Sprachbastelei nicht mächtig sein, so ist das nichts, wessen Sie sich zu schämen hätten, niemand wird Sie darob der Mißachtung der Sprache zeihen. Das waren vier kleine Beispiele für Genitivkonstruktionen, und ich gebe zu, das klingt ein bißchen antiquiert und altmodisch. Aber ich finde, es klingt eben schön. Und hier beginnt das Drama des Genitivs. – er klingt so schön, – und vor allem so gescheit.

Manchmal – selten genug – aber manchmal sitzen im Fernsehen wirklich gescheite Menschen, die dann über Dinge reden, die für den normalen Zuseher zumindest misteriös sind – ein Moralphilosoph und ein Astrophysiker polemisieren über die Unwesenheit des Seins; wollen wir einmal annehmen, sie wissen, wovon sie sprechen – deutlicher Hinweis dafür: sie sind nicht im Hauptabendprogramm, wir können also annehmen, sie wissen, wovon sie sprechen, immer wieder aus diesen langen, langen Sätzen, das sind ja richtige Sprachprozessionen, in denen die reden, immer wieder aus diesen langen, langen Sätzen blitzt ein “dessen” auf, wessen sich der eine oder andere Geisteskombatant befleißigt. – Und das klingt dann immer sehr gescheit. Und es gibt Menschen, die mit gutem Grund nicht an diesen Diskussionen teilnehmen, die aber auch gerne so klug klingen wollen, wie die im Fernsehen, und die packen dann auch “dessen” in ihre Sätze; und in alkoholgeschwängerten Monologen – vornehmlich auf Wohnungsfesten – Welterklärungsmodelle anhand von Aromatherapien oder Thai-chi – zwischen Sangria und Dreiblatt hört man dann “Du, ich hab das Buch gelesen, das mußt du unbedingt lesen, das ist im zweiten Kapitel von einer Aussagekraft, dessen hab ich überhaupt nicht gepackt!” – In diesem an sich bedeutungshohlen Satz steckt dann in blinder Verzweiflung gewaltsam hineingerammt ein “dessen”, aus dieser rhetorischen Windbäckerei ragt als Mahnmal mißverstandener Bildungsdünkel ein “dessen”, zittert noch ein bißchen, weil es gar nicht weiß, wo es hingehört, weil es bar jedes Zusammenhangs gebraucht wurde, wessen es allerdings bedarf, bediente man sich eines “dessen” – das war jetzt zum Teil Konjunktiv, das machen wir im nächsten Programm ausführlicher – und wenn ich dann vor so einem sprachlichen Offenbarungseid stehe, denk´ ich mir:”Du armer, armer Genitiv, di beidln´s oba uandlich her!

Vermutlich keimt in Ihnen der Verdacht, daß ich nur deswegen so g´scheit daherred, weil ich Mängel meinerseits auf anderen Gebieten übertünchen oder zumindest kompensieren möchte, und ich gebe Ihnen da unumwunden recht,daß in meinem Leben das Wort über der Tat steht, hat nicht damit zu tun, daß mir die Tat zu minder ist,- ich bin ihrer einfach nicht fähig. Meine Fähigkeiten auf anderen Gebieten halten sich in erwiesenermaßen engen Grenzen. Es gibt ja zum Beispiel Menschen, die bewundere ich aufrichtig, die sind in der Lage, mit einem Lastwagen mit Anhänger durch eine Stadt zu fahren, ohne Sachschaden zu verursachen; Das ist eine Fertigkeit, die mir tiefsten Respekt abnötigt. Ich habe einmal versucht, ein Moped auszuparken und habe damit drei Tage lang die Lokalseiten gefüllt. Oder: Es gibt Menschen, die können kochen, die kochen etwas, und das kann man dann essen, für mich ein weit größeres Mysterium, als beispielsweise der Genitiv. Es gibt auch Menschen, die nehmen einen Schluck von einem Wein und wissen dann nicht nur Rebe, Lage und Jahrgang, nein, die sagen einem glatt auch, ob der Winzer und seit wann verheiratet ist. Meine önologischen Fähigkeiten erschöpfen sich darin, bei gutem Licht, Rot- von Weißwein zu unterscheiden, und über die Qualität eines Weines kann ich nur dahingehend urteilen, wie leid es mir tut, den nächsten Tag zu erleben. Auch Terpsichore, das ist die Muse des Tanzes, hat mich schmählich ungeküßt in diese Welt entlassen. Es gibt ja Menschen, und auch denen gilt mein uneingeschränkter, tief empfundener Neid, die können tanzen; die bewegen sich zu Musik, und es sieht gut aus, toll! Wohlmeinende Freunde sagen, ich tanze wie ein Opferstock, wenn er gerade aufgebrochen wird.

Üben Sie also ein wenig Nachsicht, wenn mir ab und an ein Oberlehrer heraushängt, aber ich habe eben viel zu kompensieren.

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Mit anderen Worten

Guten Morgen !

Heute hab ich eine Textstelle aus dem Programm *Ich lass mich gehen – ein Abschied* rausgesucht.

Kaffee, Tee – ihr kennt euch aus.

Gut les !
Sylvia

Ich lass mich gehen – Ein Abschied

Also wissen tu ich es nicht, aber wenn die Wissenschaft einem schon zuerst Hoffnung macht, indem sie Menschen aus dem Übergang zum Tod zurückholt, und die dann ganz feine Sachen von dort erzählen, und dann kommt wieder die Wissenschaft und sagt: “Hoffnung ist uns zu ungenau, das wollen wir jetzt genau wissen!”, womit sie sich ja eigentlich ins eigene Halstüchl scheißen, weil, was ich weiß, kann ich nicht hoffen, und das, was nach dem Leben kommt, ist ja doch etwas, wo man gern etwas zu hoffen hat, wenn da also die Wissenschaft sagt: “Papperlapapp! Alles Larifari, reine Körperchemie! Die Himmelfahrt ist praktisch nur ein Ausschaltknacks im Hirn! Mehr ist da nicht dahinter!”, dann freut es mich, wenn man aus harten, wissenschaftlichen Fakten und logischer Schlußfolgerung wieder einen Grund für Hoffnung herstellen kann! Wie gesagt, ich weiß nicht, ob wirklich wer auf uns schaut, aber hoffen kann ich.

Ich bin ja neugierig, wie das wird, mit mir. Also nicht, nach dem Umstehen, da bin ich auch neugierig, aber das ist jetzt nicht das Thema. Weil ich ja gerade dabei bin, mich zu verabschieden; nicht von Ihnen, dieser Abschied hat mit Ihnen nur insoweit zu tun, als daß Sie ihn von der Seite betrachten können. “Die Perspektive liegt immer im Auge des Betrachters!” Gleichviel. Ich verabschiede mich von der Vergangenheit und entlasse mich in die Zukunft. Es gibt Dinge, die muß man nicht ein ganzes Leben lang Bucklkraxn tragen. Als Einzelner hat man das Recht dazu, einmal Stand zu machen, und was vergangen ist, vergangen sein zu lassen. Als Gesellschaft geht das nicht so leicht, das ist schon klar. Da gibt´s immer welche, die sagen: “Was vergangen ist, ist vorbei, das vergessen wir einfach, wenn´s vergessen ist, ist es so gut wie nicht passiert, da war überhaupt nix, und genau das machen wir jetzt wieder!” Eine Gesellschaft kann sich das nicht leisten. Aber als Einzelperson im Vollbesitz aller Sinne darf man sich schon trennen von
(Gespielt, BUB, ungefähr zehn, aber nicht Willi Eder aus “…konzentrieren…”)

BUB: Die andern haben nie mit mir spielen wollen!
ICH (Ins Publikum) : Was ja nur eine halbe Wahrheit ist, (zu BUB) Die haben dich nur einmal nicht mitspielen lassen. Ab dann hast du mit niemandem mehr spielen wollen.
BUB: Spielen ist blöd!
ICH: Das weiß ich nicht. Ich hab schon sehr lange nicht gespielt.
BUB: Was wirst du jetzt machen?
ICH: Vielleicht wird ich etwas spielen.
BUB: (eifersüchtig) Mit wem?!
ICH: Ich weiß es nicht, ich werde jemanden fragen, ob er mit mir spielen will.
BUB: Und wenn der nicht mit dir spielen will?
ICH: Dann wird ich jemand anderen fragen. Die Menschen sind verschieden.
BUB: Ich weiß!
ICH: Das weißt du eben nicht. Du weißt nur, daß du verschieden bist, von den anderen Menschen weißt du eigentlich nichts.
BUB: Du weißt, was die Chinesen sagen.
ICH: Das sind ziemlich viele Menschen, die sagen bestimmt eine Menge.
BUB: Du weißt genau, was ich meine!
ICH: Ja: Beim Spielen und in Todesangst erkennst du deinen Nächsten.
BUB: Und bei uns kommt da noch der Gschnas dazu. Interessiert dich das wirklich?
ICH: Ich werde niemand in Todesangst versetzen.
BUB: (schaut lauern verunsichert)
ICH: Ich wird auch auf keinen Gschnas gehen! Ich möchte nur ….. Weiß ich nicht, Trallalla.
BUB: (schweigt offen bar neben mir)
ICH: Was?
BUB: Weißt du, was ich mir alles gemerkt hab?
ICH: Natürlich weiß ich das, ich hab eine ganze Gehirnhälfte voll davon. Die andere Gehirnhälfte hätt ich als Organspende verscherbeln können, das wär dir nicht einmal aufgefallen.
BUB: Du weißt aber schon, daß dir das durch deine Jugend geholfen hat!
ICH: Dir! Alles, was ich davon hab, sind keine Spielschulden.
BUB: Ha ha.
ICH: Entschuldigung.
BUB (Nach einer kleinen Pause): Und was wird jetzt aus mir?
ICH: Du bleibst meine Vergangenheit. Ich kann dich nicht dauern mitnehmen.
BUB: Wieso?
ICH: Ich zeig dir was. Delphine sind die besseren Menschen. Die haben sich von uns zurückgezogen und leben jetzt ein friedvolleres Leben. Was sagst du dazu?
BUB: Das ist ein kompletter Schwachsinn!
ICH: Das stimmt, aber du hättest jetzt nur “Na, geh!” sagen sollen.
BUB: Wieso?
ICH: Weil es netter ist. Und weil es wurscht ist, wie das mit den Delphinen wirklich ist, wenn dir jemand seine Hoffnungen erzählen will.
BUB: Das kann er ja.
ICH: Er wird es aber nicht tun, wenn du ihm den ersten, zugegebenermaßen weit hergeholten Ansatz seiner Utopien so zerhäckselst.
BUB: Wenn´s aber doch stimmt!
ICH: Wenn´s im Moment aber doch wurscht ist. Kannst du dir vorstellen, daß du auf so einen Satz oder einen anderen solchen Satz, und wir kennen beide tausende davon, kannst du dir vorstellen, daß du da einfach nur “Na, geh!” sagst, und zuhörst, was man dir erzählt?
BUB: (von dem Gedanken leicht angewidert): Sicher nicht!
ICH: Siehst du, und deshalb bleibst du hier. Ich hab die linke Hirnhäfte ja noch voll mit dem, was du mir gemerkt hast, das vergess ich schon nicht. Ich möchte nur ein bißchen ……… leben. …………..Hm?
BUB: Und du gehst auf kein Gschnas?
ICH: Nein, sicher nicht. Versprochen.
BUB: Na, gut. Dann geh!

Die Halsstarrigkeit und das unbedingte Beharren auf “So ist es, alles andere ist widersinnig!” ist vorbei, hinter mir bemüht sich auch gerade eine sehr große Türe, würdevoll ins Schloß zu fallen, aber ich muß mir das nicht anschauen, damit ich weiß, daß das von außen eigentlich nicht sehr würdevoll, sondern nur schmallippig ausschaut, ich hab das Zeugnis in der Hand, die Noten sind, wie sie sind, daran kann man nichts ändern, und ob die im wirklichen Leben überhaupt eine Bedeutung haben, ist eher unwahrscheinlich. Und jetzt kann ich mir überlegen, was das werden soll. Spannend!

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Das geht ins Auge

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Schlechte Verlierer sind auch schlechte Gewinner

Guten Morgen !

Seit Tagen sichte ich Gunkls Programme, die mich in ausgedruckter Form kniehoch umzingeln.
Er tourt gerade durch Deutschland (Raum Kölln), ihr müsst also nicht unbedingt nach Wien kommen, um ihn live auf der Bühne zu erleben.

Und weil wir ja auch Leser haben, die nicht so gut hören, manche eben auch gar nix, finde ich es großartig, dass er seine Programme auch als pdf zur Verfügung stellt.

Also, holt euch schon Mal Kaffee und Tee, es geht gleich los.

Es folgt ein kleiner Auszug aus was *irrsinnig Langem*.

Licht aus !

Sylvia

Ich muß mich jetzt genug konzentrieren,
damit ich diese quasimetasprachliche Geschichte halbwegs glaubwürdig und nachvollziehbar auf die Bühne stell´.

Ein irrsinnig kompliziertes Programm

Schönen Abend, ich verrat Ihnen gleich jetzt, wie’s ausgeht; ich werde sterben, und Sie werden sterben, die Sonne wird irgendwann aufhören zu scheinen, und das Universum wird später in sich zusammenstürzen. – Und zwar auf einen einzigen Punkt ohne räumliche Ausdehnung. Die Wissenschaft nennt diesen Zustand ( daß das Gesamte Universum in einem Punkt versammelt ist) Singularität. – Weiterlesen →

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Die Berliner Zeitung über Martin Sperlich – “als Mann der Tat eine Kraftnatur an Körper und Geist und ein Genie des Herzens”

Claudia Sperlich, seit kurzem Verlegerin und seit längerem Mitautorin auf Eigentliches.com hat ein Buch mit den Werken ihres Vaters Martin Sperlich herausgegeben.
“Im Verse wird das Schwere leicht” – ja, das könnte sein, dachte ich so bei mir, als ich den nun folgenden Artikel im Textarchiv der Berliner Zeitung gelesen und kühnerdings hierherkopiert habe.

Sylvia

Zum Tode des Berliner Denkmalpflegers Martin Sperlich
Helmut Börsch-Supan

Der Wiederaufbau des schwer beschädigten Schlosses Charlottenburg, einst Zeichen für Überlebenswillen und Geschichtsbewusstsein in Westberlin, gilt als das Verdienst von Margarete Kühn, aber sie hätte nur wenig ausrichten können, wenn ihr nicht 1956 in Martin Sperlich als Mann der Tat eine Kraftnatur an Körper und Geist und ein Genie des Herzens, zur Seite gestanden hätte. Als der 1919 in Darkehme (Ostpreußen) geborene Gastwirtssohn, Kriegsteilnehmer und -verwundeter 1969 ihr Nachfolger wurde, erlebte die Schlösserverwaltung ihre fruchtbarste und glücklichste Zeit, weil er es verstand, alle Mitarbeiter bis zum Schlossaufseher für ihren Dienst zu begeistern. Er selbst diente am hingebungsvollsten den Schlössern mit ihrem kostbaren Inhalt und ihren Gärten. Eitelkeit war ihm gänzlich fremd. Reibungsverluste wurden vermieden, und mit einem Minimum an personellem und finanziellem Aufwand wurde ein Maximum an Leistung erbracht. Begeisterung war der Treibstoff.

Diese Epoche endete jäh mit seiner Pensionierung 1984, denn das Milieu hatte sich mit dem Wegfall der äußeren Bedrohung gründlich gewandelt. Leitbilder seiner Art wurden nicht mehr benötigt. Seine offizielle Verabschiedung glich einer Beleidigung. Seine geistige Überlegenheit, die zugleich eine moralische war, vermochte seine vorgesetzte Behörde nur schwer zu ertragen. Vielleicht mehr noch als die Kunst war die Sprache sein Element. Sie gebot ihm Offenheit und Wahrhaftigkeit und ließ ihn die Phrase ebenso verachten wie die Intrige. Erstaunliche Literaturkenntnisse, rhetorische Brillanz, aber auch Witz, ja eine dichterische Gabe standen ihm zur Verfügung.

Als die wichtigste Aufbauarbeit in Charlottenburg geleistet war, wandte er sich der Gartendenkmalpflege zu und gewann auf diesem Feld internationales Ansehen. In Michael Seiler gewann er einen hoch begabten Mitstreiter. Ohne diesen Einsatz wären die Berliner Schlössergärten nicht so vorbildlich. Die Zusammenführung von Kunst und Natur im Gartenkunstwerk entsprach ganz seinem innersten Wesen und seiner Vorstellung von Kulturarbeit, die er auch nach der Pensionierung als Dienst an der Öffentlichkeit verstand. Die mitgliederstarke Pückler-Gesellschaft, deren Vorsitzender er bis zuletzt war, bot ihm nun das wichtigste Wirkungsfeld. Seit 1973 lehrte er die Wissenschaft der Gartenkunst an der Freien Universität, seit 1983 als Honorarprofessor. Martin Sperlich vermochte es, Menschen anzuziehen, und er war gern unter ihnen, nie über ihnen.

Er baute Königsschlösser wieder auf, war aber durch und durch Demokrat. Sein Freundeskreis war weit verzweigt. Die Zeitläufe mit ihren Brüchen und Katastrophen, die er durchleben musste, haben ihn gestärkt, dazu Schläge des Schicksals anderer Art. Als wolle es noch zuletzt den Starken auf die Probe stellen, hatte er fünf Monate lang mit schwersten körperlichen Leiden zu kämpfen. Jede Bitterkeit zu der er Ursache gehabt hätte, hat er abgewehrt. Öffentliche Ehrungen waren ihm gleichgültig. Umso mehr ist es geboten, die Substanz, die er mit seinem Leben geschaffen hat, zu bewahren. Leitbilder seiner Art werden mehr denn je benötigt.
Martin Sperlich ist am 26. Juni 2003 gestorben.

EMANUEL SCHARFENBERG Martin Sperlich.

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Martin Sperlich goes Hollywood!

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