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	<title>Eigentliches.com &#187; Nonsense</title>
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		<title>Lears Onkel</title>
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		<comments>http://www.eigentliches.com/2012/06/lears-onkel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Jun 2012 08:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Claudia Sperlich]]></category>
		<category><![CDATA[Eigentlich Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Eigentlich Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Reimt sich Eigentlich]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Lear]]></category>
		<category><![CDATA[Nonsense]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern habe ich Edward Lears ergreifende Ballade über das abenteuerliche Leben seines Onkels ins Deutsche gebracht. Wahrlich lesenswert! Was meinem Onkel Arly geschah Onkel Arly, unvergessen! Der auf Gerstenstroh gesessen Stundenlang in Nacht und Ruh, In des Blätterdickichts Stille, Auf &#8230; <a href="http://www.eigentliches.com/2012/06/lears-onkel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Lear" target="_blank">Edward Lears</a> ergreifende <a href="http://www.nonsenselit.org/Lear/pw/arly.html" target="_blank">Ballade</a> über das abenteuerliche Leben seines Onkels ins Deutsche gebracht. Wahrlich lesenswert!</p>
<p><strong>Was meinem Onkel Arly geschah</strong></p>
<p>Onkel Arly, unvergessen!<br />
Der auf Gerstenstroh gesessen<br />
Stundenlang in Nacht und Ruh,<br />
In des Blätterdickichts Stille,<br />
Auf der Nase eine Grille,<br />
Bahnfahrschein in Hutes Hülle<br />
(Aber viel zu eng die Schuh).</p>
<p>Jung verprasst er seine Habe,<br />
Und er ging am Wanderstabe<br />
Bis zum fernen Löffelberg.<br />
Und zur goldnen Abendsonne<br />
Schaut er täglich voller Wonne,<br />
Sang: „O Welt, du Wunderzone!<br />
Staunenswertes Wunderwerk!</p>
<p>Wie die Völker alter Zeiten<br />
Lebte er auf Bergesweiten<br />
Von der eignen Arbeit nur,<br />
Mal als Lehrer für die Kleinen,<br />
Manchmal auch durch bloßes Weinen<br />
Oder durch Verkauf von kleinen<br />
Flaschen mit Verjüngungskur.</p>
<p>Morgens beim Spazierengehen<br />
Sah durch windbewegte Schlehen<br />
Er ein weißes Viereck blühn;<br />
War ein Fahrschein Erster Klasse;<br />
Und er kniet, daß er ihn fasse,<br />
Und da sprang auf seine Nase<br />
Eine Grille, erbsengrün.</p>
<p>Niemals, niemals mehr, o nimmer<br />
Ließ die Grille ihn, und immer,<br />
Morgens früh, in Nacht und Ruh,<br />
Teures Kleinod, treu und bieder,<br />
Zirpt sie ihre frohen Lieder,<br />
Was ihn freute immer wieder<br />
(War’n auch viel zu eng die Schuh).</p>
<p>Und in dreiundvierzig Jahren,<br />
Bis die Schuh’ in Fetzen waren,<br />
Durch die Berge immerzu<br />
Ging bald jodelnd er, bald leise,<br />
Bis nach Borley ging die Reise,<br />
In der Ahnen Wirkungskreise<br />
(Aber viel zu eng die Schuh).</p>
<p>Onkel Arly ist im Frieden<br />
Auf dem Gerstenstroh verschieden,<br />
Und man bettet’ ihn zur Ruh<br />
In des Blätterdickichts Stille,<br />
Mit dem Hut als Fahrscheinhülle,<br />
Mit der immertreuen Grille<br />
(Aber viel zu eng die Schuh).</p>
<p>© der Übersetzung: Claudia Sperlich</p>
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