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	<title>Eigentliches.com &#187; Feng Shui</title>
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		<title>Warum Feng Shui keine Metaphysik ist</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 17:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feng Shui]]></category>
		<category><![CDATA[Feng Shui Metaphysik]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich heute &#8220;Feng Shui Metaphysik&#8221; gegoogelt hab, war ich nicht schlecht erstaunt, dass der Eulenblog damit die ersten beiden Plätze einnimmt. Ich transferiere den Text mal hierher, in der Absicht und mit dem Wunsch Feng Shui ein Stück weit &#8230; <a href="http://www.eigentliches.com/2011/07/warum-feng-shui-keine-metaphysik-ist/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich heute &#8220;Feng Shui Metaphysik&#8221; gegoogelt hab, war ich nicht schlecht erstaunt, dass der Eulenblog damit die ersten beiden Plätze einnimmt. Ich transferiere den Text mal hierher, in der Absicht und mit dem Wunsch Feng Shui ein Stück weit aus dem Sumpf zu befreien, in den es durch die westliche Welt geraten ist <img src='http://www.eigentliches.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Sylvia &#8211; Generalrepräsentanz der IATCA Österreich<br />
<em>Basierend sind die Inhalte auf dem Wissen, das Dr. Manfred Kubny mir in mühevoller (*g*) Kleinarbeit über die Jahre vermittelt hat<br />
</em></p>
<p>Feng Shui ist eine vielfältige und variantenreiche Technik, deren theoretische Grundlagen sich auf einer enormen Abstraktionshöhe befinden und dem abendländischen Denken zunächst einmal vollkommen unähnlich sind. In der Regel ist es dem westlichen Durchschnittsverbraucher nicht möglich, Fachkompetenzen in den chinesischen Lebenswissenschaften von sich aus zu überprüfen.</p>
<p>Neben allen Methoden, Techniken und Theorien, die den Luopan tatsächlich in der klassischen Literatur des kaiserlichen Chinas umgeben, ist es besonders die Kraft der Suggestion , die während einer Feng Shui Beratung durch die Präsenz des Luopan zunächst einmal wirksam wird. Dabei verstärkt sich diese Suggestionskraft überproportional mit dem zunehmenden Eindruck der Unverständlichkeit des gezeigten Luopan. Es ist deshalb fraglich, ob ein ins Deutsche oder Englische übersetzter Luopan mit einem chinesischen sowohl auf psychologischer als auch auf instrumentaler Ebene konkurrieren kann, denn jede logische Konkretisierung des chinesischen Luopan zugunsten des Verständnisses des westlichen Betrachters ist auch eine Verringerung der durch dieses Instrument suggerierten Heilsbotschaft und schmälert damit auch den Eindruck der nahestehenden Erfüllung unerhörter Hoffnungen.</p>
<p>So bewirken westliche Luopan Varianten allzu oft unausgesprochene psychologische Verwechslungen und subtile Falschdarstellungen, die dem Heils-und Erlösungswunsch des westlichen Publikums und seiner damit verbundenen Zahlungsbereitschaft mehr entsprechen als der Wahrheit in den chinesischen Lebenswissenschaften.</p>
<p>Die Problematik, von der hier die Rede ist, wird bereits an dem Versuch ersichtlich, chinesische Lebenswissenschaften in die Begrifflichkeit einer *chinesischen Metaphysik* zu pressen.</p>
<p>Metaphysik ist etwas, was “jenseits” (griechisch: meta) der Physik liegt. Keineswegs sind die Konzepte der chinesischen Lebenswissenschaften metaphysisch angelegt, denn sie berichten stets von den Wirkkräften der Natur auf den menschlichen Lebensraum, beschrieben als ” Himmel und Erde” (tiandi) und auf den Menschen selbst, der auch ein Abbild seines Lebensraums ist und somit als “kleines Himmel-und-Erde” (xiao tiandi) bezeichnet wird.</p>
<p>Die Konzepte der traditionellen Lebenswissenschaften sind nur eine andere Auffassung und Beschreibung der uns umgebenden physikalischen Welt, als wir es aus der abendländischen Perspektive gewöhnt sind. Berge sind etwas sehr Physisches, ebenso wie die Erde selbst.</p>
<p>Sollten sich darin Wirkkräfte und Kraftvektoren befinden sowie ein wie auch immer geartetes Qi, dann sind diese ebenso physisch wie die Berge, auch wenn sie nicht sichtbar und nur in ihrer Wirkung spürbar sind.  Selbst Sterne am Himmel sind etwas Reales und Physisches, auch wenn sie sich weit weg befinden und der Einfluß ihrer am Himmel sichtbaren Gegenwart auf den menschlichen Lebensraum vielleicht hypothetisch annehmbar, aber nur schwer nachweisbar ist.</p>
<p>In der Struktur Qi Philosophie des songzeitlichen Neokonfuzianismus , dessen Überlegungen zu den Kompassentwicklungen führten, wurde die Welt in zwei prinzipielle Ebenen aufgeteilt: “das, was unter der Gestalt liegt” (xing er xia) und “das, was über der Gestalt liegt” (xing er shang).Die konkrete Welt ist, “das, was unter der Gestalt liegt”, also die sichtbare Welt und alles, was sich an Kräften und Einflüssen daraus entwickelt.</p>
<p>Es ist die Domäne des Qi, das alles bildet, was auf der Ebene der uns bekannten Welt existiert. Nun referieren sämtliche chinesischen  Lebenswissenschaften über Qi und da das Qi offenbar dinglich ist, also unter der Gestalt liegend, kann es sich bei den chinesischen Lebenswissenschaften folglich nicht um etwas Metaphysisches handeln.Der Ausdruck “das, was über der Gestalt liegt”, bezieht sich auf die Gesetzmäßigkeit der Welt, ausgedrückt im Konzept der “Struktur” (li), die von einigen renommierten sinologischen Autoren manchmal auch als “Ratio” übersetzt wird.</p>
<p>Hier geht es um reine Abstraktionen, die man auch in Zahlen und mathematischen Gleichungen ausdrücken könnte, genauso, wie es auch beschreibbare Naturgesetze gibt.Doch Naturgesetze sind ebenfalls ein Ausdruck der Natur und ihrer Physik, so dass man in diesem Zusammenhang gleichfalls nicht über Metaphysisches sprechen kann, obwohl das Konzept der “Struktur” (li) aufgrund ihres Abstraktionsgrades, seiner Allgegenwärtigkeit und seines Einheitsanspruchs durchaus noch eher metaphysisch sein könnte als das Konzept des Qi.</p>
<p>Dann aber wäre das Newtonsche Gesetz, das die Schwerkraft als Produkt von Fallbeschleunigung und Masse definiert, auch etwas Metaphysisches. Das ist jedoch nicht der Fall, denn solche Formeln widerspiegeln Naturgesetze.Selbst chinesische Geister, Glücksgeister und Unglücksdämonen sind nichts Metaphysisches, weil sie auf der Annahme einer animistischen Natur begründet sind und daher auch wieder sublimierte Naturkräfte darstellen.Der Gegenstand der Metaphysik liegt außerhalb dessen, was sich mit den menschlichen Sinnen erfahren und untersuchen lässt. Ein solcher Ansatz  ist einer animistischen Weltsicht fremd, denn eine Annahme, alle Erscheinungen der Natur seien lebendig und beseelt, beruht hier auf einer konkreten Erfahrung.</p>
<p> Die chinesischen Glücksgeister und Unglücksdämonen beschreiben beispielsweise im Bazi Suanming, der Schicksalberechnung nach den 8 Zeichen, menschliche Charaktereigenschaften, für die auch die westliche Psychologie entsprechende Beschreibungen entwickelt hat, ohne dass deshalb Psychologie als Metaphysik bezeichnet werden würde.</p>
<p> Etwas Metaphysisches wäre dagegen das abendländische Konzept des christlichen Gottes, des moslemischen Allahs, des daoistischen Dao oder des buddhistischen “ewigen Lichts des Todes” und des “Nirwanas”. Obwohl sie (bis auf die kulturelle Nähe der christlichen und moslemischen Welt) prinizpiell nichts direkt miteinander zu tun haben, verbindet sie die Gemeinsamkeit, dass sie Lösungsversuche einer Erklärung der Schöpfung und der Heilsrettung des Menschen darstellen.</p>
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