Wider die Sprachverhunzung

Ich habe keine Geduld mehr mit Sprachverhunzern.
Jeder, der sich öffentliche in einer mir bekannten Sprache äußert mit dem Anspruch, diese Sprache in gebildeter, gepflegter Weise zu brauchen, muß damit rechnen, daß ich seine Grammatik- und Stilfehler bekanntgebe. Niemand erwarte Schonung!

Über falsche Imperativbildungen habe ich schon an anderer Stelle gemault. Komme mir da bitte keiner mit oberschlauen Bemerkungen über den Wandel der Sprache oder gar Dönnekens über ungebildete, aber herzergreifend gute Dichter! Es ist nichts dagegen zu sagen, in einer Sprache, die man nicht recht beherrscht, zu schreiben - im Gegenteil, das ist eine gute Art, sie zu lernen. Sehr viel aber ist dagegen zu sagen, wenn der dilettantische Autor sein Werk unkorrigiert als Literatur verkaufen will (was täglich geschieht) - und wenn er gar seine mangelnde Begabung als Genialität verkauft, indem er Menschen, die auf formale Mängel achten, als minderbemittelte Erbsenzähler hinstellt.

Ferner ist die Tatsache, daß Kitsch von einer großen Zahl Menschen gelesen wird, kein Argument für die Existenzberechtigung klebrig-triefender Machwerke. Wäre es ein Argument, so wäre auch das Vorhandensein von Mord zugleich seine Legitimierung.

Hugh, ich habe gesprochen.

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32 Antworten zu “Wider die Sprachverhunzung”

  1. tmp sagt:

    Jawoll, jetzt werden Sie endlich geholfen und lernen unbarmherzig Deutsch… ;-)

  2. Claudia sagt:

    Jau. Mit Peitsche und ohne Zuckerbrot. :twisted:

  3. Sven sagt:

    Ich slebst bin als Ligstnekier forh , üprehuabt seribcehn zu kneönen.
    Aebr Kschits und Runehcthcsierbg snid ziwe paar Shuhce. Btite nhcit vrehcwelsn. :oops:

  4. Arienna sagt:

    Darf ich ein paar Rechtschreibfehler anmerken? *duck und auf Haue wart*

  5. tmp sagt:

    EIN PAAR RECHTSCHREIBFEHLER ..?? :shock:

    Das merkt man ja nur in der geschriebenen Sprache…
    Wenn manche Leute sprechen, kann man die Rechtschreibfehler ja fast hören… ;-)

  6. theomix sagt:

    Also, der Claudia ihre Meinung tu ich total voll zustimmen. Die, wo so schreiben, wie die das sagt, da muss man einfach mal gegen an. Entlich mal aufs Trapez gebracht!
    :mrgreen:

  7. Sven sagt:

    Ej, boa, Alder. Echt cool män.
    Under uns. Wo kommste denn wech? Kannst Rechtschreibfehler hören!
    Sauber mann, tmp !! :mrgreen:
    @ theomix: woll !

  8. tmp sagt:

    Woll..!! :P

  9. Sylvia sagt:

    Jeder, der was einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten :mrgreen:

    Einen Toast auf Claudia !

    Ob mit Schinken oder Worten belegt, darf sich jeder selbst aussuchen :cool:

  10. Sylvia sagt:

    Ich bitte um Aufklärung:

    Warum steht da *öffentliche* ?

    Ich hätt das e weggelassen. Sowie eben. :grin:

  11. theomix sagt:

    Weil das E ein offener Vokal ist und auch lautlich öffnet, was schon im Wort steckt… :mrgreen:

  12. Sylvia sagt:

    Echt ? :shock: :arrow: :mrgreen:

    Aber a würde doch noch mehr öffnen, oder ?

    Also, ich sprech hier nicht von anatomischen Ausgängen, sondern ähm , einfach nur phonetisch betrachtet. :cool:

  13. Claudia sagt:

    Da steht öffentliche, weil ich mich vertippt habe. ;-)

    Übrigens, der Auslöser für diesen Beitrag war mal wieder ein Mensch, der sich für ein Genie hält, alle anderen inclusive Goethe für Stümper, Metrum für Erbsenzählerei und sein Werk für Weltliteratur.
    Ich bin anderer Meinung. Leider hat dieser Mensch - er soll hier nicht genannt werden - zahlreiche Geschwister im Geiste.

  14. theomix sagt:

    Sich für ein Genie zu halten ist doch EIGENTLICH Vorrecht der AutorInnen dieses Blogs, aber das andere, darüber wissen wir Bescheid, Goethe war Minister, Metrum ist maßvoll und Weltliteratur ein weites Feld..

  15. Claudia sagt:

    “Sie weiß, daß ich ganz sicher ein Genie,
    vielleicht sogar der Teufel bin.”

  16. Sylvia sagt:

    Ja, das ist mir auch schon aufgefallen, Sautrottel treten mindestens immer paarweise auf.

    Die, die sich nur selbst als Genie erkennen, aber von den anderen als solche nicht registriert werden, sind oftmals unangenehme Zeitgenossen, so eine Art Rumpelstilzchen; können mit ihrer Mittelmäßigkeit nix anfangen und denken, wenn sie andere kleiner machen werden sie selbst größer. Und umso kleiner i.S.v. talentfreier sie selbst sind, umso mehr müssen sie herumdreschen, weil es wahrscheinlich schwierig ist, andere auf das eigene kleine Deppenniveau herunterzuziehen. ;-)

    In Wien: Ana allan kann do net so deppert sein … :grin:

  17. Arienna sagt:

    Manche Leute haben halt einfach ein gesteigertes Ego, weswegen die meinen, sie seien das Zentrum des Universums.
    Dass sie das nicht sind, merken sie aber erst, wenn niemand mehr ihre Bücher kauft.

    Ich mag Leute nicht, die sich selbst derart überschätzen, dass sie der Meinung sind, der Rest der Welt habe unrecht (sie ziehen damit ja auch den Duden in den Dreck…).

  18. Sylvia sagt:

    Die Frage ist ja, warum sie Eigentlich ihr Ego dermaßen steigern müssen ?

    Offenbar fühlen die da einen Mangel, sonst müßten sie ja nicht steigern.
    Irgendwie logisch. :cool:

    Gute Bücher verkaufen sich von selbst, oder werden weiterempfohlen, die anderen verschwinden sowieso in der Versenkung.

  19. Claudia sagt:

    Ganz so ist es leider nicht; Erfolg ist kein unbedingtes Merkmal von guter Literatur. Allzuoft verkauft sich Schund sehr gut und ausgezeichnete Literatur gar nicht oder nur schlecht.

  20. Arienna sagt:

    Das liegt an der Klientel, für die die Bücher geschrieben wurden.
    Nicht umsonst verkaufen sich diese furchtbaren Arzt- oder Kitschromane am Kiosk wie warme Semmeln.
    Diese Dinger sind sowas von schnulzig schlecht geschrieben… Ganz gruselig… Und diese Dinger werden von Frauen gelesen, die auch unbedingt in den Klatschblättchen irgendwas über Promis und Königshäuser lesen müssen.

    Beides zeugt nicht von Qualität, findet aber reißenden Absatz…

  21. Claudia sagt:

    Mein Lieblingsbeispiel für den Unterschied zwischen finanziellem Erfolg und verdientem Ruhm:
    Gottfried Benn vs. Konsalik.
    Benn gehört zu den größten Lyrikern überhaupt, und wäre er nicht zufällig außerdem Arzt gewesen, so wäre er verhungert.
    Konsalik war enorm erfolgreich; über seine Qualität als Autor möchte ich hier keine Worte verlieren.

  22. Sylvia sagt:

    Populär ist hier das Stichwort.

    Man kann auch keinen finanziellen Erfolg haben, wenn die Zielgruppe zu klein ist oder wenn man nicht *just in time* ist.

    Der Urgroßvater eines Freundes machte ein Lokal auf : Vegetarisch und für Nichtraucher; das war 1920. Flop. War seiner Zeit einfach voraus.

    Ich kann für mich sagen, aus jahrelanger Beobachtung, dass ich in puncto Trends für Garten und Wohnen ca. 2 Jahre zu früh dran bin.

    Ich erinnere mich noch an diverse Fachbücher, die man in Studienzeiten erwerben mußte und die sowas von teuer waren, weil die Auflage so gering war.

  23. Arienna sagt:

    Studienbücher… Hör mir auf…
    Ich hab solche Unsummen in Bücher gesteckt, die ich eigentlich gar nicht brauchte…

    Ich muss echt mal ein paar Sachen aussortieren und verkaufen. Da steht totes Kapital in meinem Regal…

  24. Arienna sagt:

    Das mit den Rechtschreibfehlern meinte ich übrigens ernst…

  25. Sylvia sagt:

    Ich hab gestern meine neue Biblithek mit meinem Büchern bestückt und da ist auch ein kleines Vermögen durch meine Hände gewandert.

    Viele mag ich ja noch immer gern, am wenigsten gut haben sich interessanterweise viele Bücher über Feng Shui angefühlt, da steht sowiel Schrott drinnen, dass ich sie am liebsten gleich weggeworfen hätte. Es gibt nur eine Handvoll wirklich gute. Die hab ich auch zwanzig Mal umgestellt, weil ich ihnen offenbar keine Platz geben *wollte*.

    Auch hab ich das mengenmäßige Verhältnis der Bücher zueinander interessant gefunden.

  26. tmp sagt:

    Bei mir “schlafen” noch allerhand Bücher in Kisten und irgendwie trau ich mich nicht ran, weil jedes einzelne dann seine Geschichte erzählt… :-(

  27. Sylvia sagt:

    Übersiedelst du die Bücher auch ? :roll:

    Falls nicht, wär jetzt die ideale Zeit, sie auszusortieren und sie eventuell einer Bibliothek zu spenden. Dann haben andere wieder was davon und du mußt sie nicht wegwerfen. :wink:

  28. tmp sagt:

    Ich kann Bücher sowieso nicht wegwerfen… ;-)

    Einige habe ich schon aussortiert… dann hab ich sie wieder zurücksortiert…dann wieder aus…
    Verschenken ist eine ideale Lösung… :P

  29. Sylvia sagt:

    Ja, da werden sie noch einer sinnvollen Nutzung zugeführt ;-)

    Das ist für mich auch immer wichtig. Wer anderer freut sich drüber :grin:

  30. Arienna sagt:

    Man kann die Bücher auch gut gebraucht über Amazon oder Ebay verkaufen. Das steht auf meiner Liste, um ein wenig Platz zu schaffen…

  31. Sylvia sagt:

    Platz schaffen ist gut, das mach ich auch grad. :wink:

  32. Arienna sagt:

    Ich muss erstmal Uni-Kram am Donnerstag hinter mich bringen. Das langt erstmal. Dann hab ich wieder ein kleines Bisschen Luft zum atmen…

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